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Das Wirtschaftsgebäude

Neben dem Haupthaus und den Grubenhäusern gehörten verschiedene kleinere Pfostenbauten zu einer altsächsischen Hofanlage. Dieses waren sogenannte Wirtschaftsgebäude. Diese Nebengebäude wurden entweder als Scheune für Arbeits- und Ackergeräte, für die Lagerung von Viehfutter und Vorräten oder als Werkstätten verwendet. Die Dachform der Wirtschaftsgebäude unterscheidet sich in den meisten Fällen von der des Langhauses. Oft haben sie ein Satteldach, dass an den Schmalseiten eine gerade Giebelfront aufweist. In der Mitte beider Schmalseiten befinden sich ein bzw. zwei mächtige Stützpfosten, die den Firstbalken tragen, an dem wiederum ein Großteil der Dachlast hängt. Aufgrund der geringen Größe der Gebäude reichen die äußeren Stützpfosten aus, so dass im Hausinneren keine weiteren Pfosten nötig waren, um eine sichere Statik zu gewährleisten. Die Wände bestanden aus einem Weidengeflecht, dass mit Lehm verstrichen wurde.

Langstroh wurde eingelagert
Abb.3 Langstroh wurde eingelagert.


Literatur- und Quellenangabe:
Armbruester, Tanja - Haus, Hof und Dorf im Frühmittelalter in den Gebieten nördlich der Mittelgebirge
Ellermann, Nicole und Eggenstein, Georg - Der Sachsenhof in Greven, Schriftenreihe des Heimatvereins Greven, 2001

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