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Zur Quellensituation

Um in unserer Zeit eine Aussage über eine Bevölkerungsgruppe zu geben, die in früherer Zeit lebte, zieht die Wissenschaft zwei Arten von Quellen heran. Zum einen handelt es sich um schriftliche Aufzeichnungen, zum anderen um archäologische Erkenntnisse.

Geschichte wird von Siegern geschrieben...

Kathrin im Museum Wolfenbüttel in den "Dark Ages" zwischen 531 und 772.

Schriftliche Aufzeichnungen der einheimischen (genuinen) Bevölkerung, die um 700 in unserer Region lebte, liegen leider nicht vor. Eine eigene sächsische Geschichtsschreibung setzt erst im 9. Jahrhundert ein. Aus diesem Grund müssen wir auf die Schriftquellen zurückgreifen, die zeitgenössische Autoren aus anderen Gebieten hinterlassen haben. Diese Autoren bringen natürlich bei ihren Niederschriften einen fremden Blickwinkel und eine eigene Interpretation in die Schilderungen ein, da sie zum ersten einem ganz anderen Kulturkreis angehörten und zum zweiten auch nicht unbedingt Aussagen über eine sächsische Kultur und Lebensweise vermitteln wollten. Diese Tatsache muss beim Lesen dieser Schriften stets berücksichtigt werden.

Der Erste, der hier zu nennen ist, war der Bischof Gregor von Tours (*538/539, †594 ?), der mit seinen „Decem libri historiarum“ fränkische Kontakte zu einer Bevölkerung beschrieb, die er „Sachsen“ nannte. Neben diesen Sachsen erwähnte er noch die Alamannen und eine weitere Gruppe als „die Völker, die jenseits des Rheins wohnen“. Wen er genau mit dieser Gruppe meinte und wo sie lebten, ist nicht bekannt. Wir können aber davon ausgehen, dass er mit diesen „Völkern“ nicht die Franken, Sachsen oder Alamannen gemeint hat, da Gregor diese separat nannte. Somit scheint es, als lebten jenseits des Rheines nicht nur „Sachsen“, sondern noch andere Stammesverbände.

Als zweite zeitgenössische Geschichtsschreibung können die fränkischen Reichsannalen des 8. Jahrhundert herangezogen werden. Hier wurden die Gegner der Franken klar als „Sachsen“ bezeichnet. Gemeint waren damit pauschal alle Bewohner vom heutigen Westfalen bis zur Nordsee und der Elbe. Bekanntlich fielen auch die Friesen unter diese Sammelbezeichnung.

Zurzeit gibt es unter Wissenschaftlern eine Diskussion darüber, wer die Bewohner außerhalb des Elbe-Weser-Dreiecks vor den karolingischen Reichsannalen und der karolingischen Gesetzgebung des 8. Jahrhunderts waren und wie man sie bezeichnen soll. Weitere Informationen hierzu sind in der ersten Unterrubrik „Sachsen“ zu finden.

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Gräberfelder erzählen Geschichte...

Das spätsächsische Gräberfeld von Rullstorf.

Text in Bearbeitung

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Diese Seite ist zuletzt aktualisiert worden am: 30.10.2011
Diese Seite wurde bearbeitet von: Kathrin Homann, Ulrich Klages und Jürgen Heinrichs