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Scotelingo - der Sachsen Gau

Bei den Sachsen bestand kaum eine straffe staatliche Organisation. Die Sachsen kannten keinen König oder ein ständiges Regierungsoberhaupt. Das ganze Land war in etwa 80 bis 100 kleine Gaue eingeteilt, in denen politische und rechtliche Angelegenheiten durch die Godinge geregelt wurden. Bei Bedarf versammelten sich die freien Männer zu diesem Volksgericht unter freiem Himmel.
Goding: go = Gau; ding = thing = Versammlung

Der sächsische Gau (H)Astfala lag zwischen der Leine (Lagiga) und der Oker (Obacra/ Ovakara).

Von etwa der Leine im Westen bis zur Oker im Osten lag der große sächsische Gau Astfala, mit seinen drei Untergauen Leriga, Densinga und vor dem Escherberg Scotelingo, eingebettet im Westen von der Leine bis zur Innerste im Osten.

Scotelin bedeutet übersetzt soviel wie "Schüssel". Demnach ist der Name unseres Gaues mit "Schüsselgau" zu übersetzen. Dieses ist mit der geographischen Lage erklärbar. Zu diesem Gau gehörten die heutigen Dörfer Emmerke, Himmelsthür, Sorsum, Groß- und Klein Escherde, Groß- und Klein Giesen, Giften und Barnten.

Urkundlich wird Scotelingo erstmalig im Jahre 854 erwähnt. Das in unserem Gau liegende Dorf Emmerke wird in einem Güterverzeichnis des Klosters Corvey unter der Nummer 218 als "Ammarki in Scotelingen" genannt.

Weitere Schreibweisen von Scotelingo sind: Scoteliugen, Scotelingm, Scotelingen, Scotelingon und Skotelingon.

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Diese Seite ist zuletzt aktualisiert worden am: 20.11.2011
Diese Seite wurde bearbeitet von: Ulrich Klages