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So fing alles an....

Unsere Anfänge - Hier beim Besuch des Mittelaltermarktes in Hildesheim 2007

"Schau mal, was ich hier habe!", sagte unsere Freundin Uschi stolz. "Ich gehöre jetzt zu den Germanen und demnächst eröffnet mein Freund Thomas seinen eigenen Laden". Nachdenklich grübelnd schaute ich mir das kleine Schmuckstück an, was da um Ihren Hals hing. "Das ist ein Thorshammer!"

Als Kathrin und ich einige Wochen später einen Kurztripp nach Stockholm machten fanden wir in der Altstadt einen kleinen Laden, der allerlei historische und mystische Sachen verkauft. Unter anderem wurden hier auch Thorshämmer angeboten. "So ein Teil muß ich unbedingt haben" dachte ich und habe mir hier so ein Teil zugelegt.

Wir zwei im Februar 2008 - schon stark verändert.

In der Zeit danach folgten noch einige Teile wie Tunika, Trinkhorn und andere Dinge, die Germanen immer dabei gehabt haben müssen. Zumindest dachte ich das bis dahin so. Irgendwann wurde mir klar, dass das was hier passiert nur ein "Cowboy und Indianer" spielen ist. Und genau das wollten wir natürlich nicht.

April 2010 in Alfeld bei der "Schlechten Saat"

Wir beschlossen daher, uns ernsthaft und intensiv mit den Sachsen um 650 - 720 zu beschäftigen. Dieses, weil wir uns als Niedersachsen unserer Heimat und unserer eigenen Geschichte treu bleiben wollten. Unser Ziel dabei ist, die Geschichte begreifbarer zu machen, ohne uns dabei hinter die populären Schlagwörter "Reenactment" oder "experimentelle Archäologie" zu stellen. Lebendige Geschichte erleben, raus aus den Büchern und dem "staubigen" Museum - das ist es, was wir mit diesem Hobby bezwecken wollen. Für uns bedeutet dieses natürlich, das wir uns mit den alltäglichen Lebensumständen der Sachsen - und hier im besonderen mit denen eines freien Bauern - auseinandersetzen möchten. Wie haben sie gewohnt? Wie haben sie ihren Lebensunterhalt erwirtschaftet? Was haben sie gegessen? Wie haben sie sich gekleidet? Welche handwerklichen Fähigkeiten hatten sie? Wie war das Leben hier vor 1300 Jahren?

Februar 2011 im Mittelalterdorf "Bokenrode"

Interessant an dieser Zeit ist auch, dass die Sachsen weitestgehend selbstständig waren und keiner Kontrolle irgendeines anderen Stammes unterlagen. Sie hatten keinen König sondern regelten Ihre Angelegenheiten selbst. Und außerdem waren sie in dieser Zeit noch heidnischen Glaubens.
Auch wenn wir uns zu unserer Darstellung als freie sächsische Bauern die passenden Namen Alsunna und Ulrich zugelegt haben, so gibt es keine Biographie oder eigene Geschichte hierzu.

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Diese Seite ist zuletzt aktualisiert worden am: 27.02.2011
Diese Seite wurde bearbeitet von: Ulrich Klages