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Unsere Ausstattung
Hier möchten wir einmal unsere Ausstattung vorstellen. Aber keine Angst, wir werden nicht jeden Holzlöffel einzeln präsentieren, sondern lediglich einen kleinen Einblick in unser "Equipment" geben.
Halsschmuck
Ulrich trägt einen "germanischen Thorshammer". Es handelt sich um einen Streufund aus Kneitlingen (Krs. Wolfenbüttel), der in das 8. Jahrhundert datiert wird.
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| Ulrichs "Thorshammer" |
Original im Museum Wolfenbüttel |
Alsunna hat eine Halskette mit einer Donarkeule aus einem Geweihende. Die Verzierungen darauf sind ähnlich wie auf den Donarkeulen aus Liebenau. Trotz anderer Diskussionen, die diese Funde als Ohranhänger interpretieren, sind diese Donarkeulen anhand ihrer Fundlage als Halsschmuck anzusehen.
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| Donarkeule von Alsunna |
Donarkeulen aus Liebenau im Museum Nienburg |
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Haarschmuck
In Grab 829 des spätsächsischen Gräberfeldes Rullstorf fanden sich zwischen Hinterkopf und Nacken zahlreiche Perlen lagegerecht in ihrer ehemaligen Anordnung. Dazu Bronzeringe, an denen sich Stoffreste erhalten hatten. Hieraus ließ sich ein solches Haarknotennetz (mit Ausnahme der Stoffarbe) rekonstruieren. Alsunna hat sich die Anregungen zu ihrer Interpretation aus der Dissertation über Rullstorf (Cornelius Hornig) geholt.
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| Das Haarknotennetz von Alsunna |
Eine weitere Rekonstruktion des Haarknotennetzes, wie sie im Landesmuseum Hannover zu sehen ist. |
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Gürtel/ Trachtbestandteile
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Das Gürtelgehänge von Alsunna ist eine Nachbildung, die an die Rekonstruktion aus Grab 18 (Frau der "Herrschaft") aus dem Gräberfeld Dortmund- Asseln angelehnt ist. Weit verbreitet waren solche Gürtelgehänge bei den Alamannen. |
| Das Gürtelgehänge von Alsunna |
Rekonstruktion in der Ausstellung "Die Herrschaften von Asseln" |
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| Ulrich´s Gürtelschliesse |
Tafel 7, 12 in der Dissertation von C. Hornig (1993) |
Die Schliesse und die Riemenzunge des Leibriemens von Ulrich sind nach Fundlage aus dem Grab 2395 des Rullstorfer Gräberfeldes gefertigt. Hier passen die Abmessungen exakt mit dem Originalfund überein. Ein ganz besonderer Dank geht an Pawel vom "Bernsteinring", der nicht nur diese Stücke, sondern auch den germanischen Thorshammer für uns hergestellt hat. |
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Die Riemenzunge von Ulrichs Leibriemen. |
Tafel 6, 12 in der Dissertation von C. Hornig (1993) |
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Messer und Werkzeuge
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Ebenfalls nach einem Fund aus Grab 2395 des spätsächsischen Gräberfeldes von Rullstorf stammt die Rekonstruktion des Gebrauchsmessers von Ulrich. |
| Das Messer von Ulrich |
Tafel 6, 13 in der Dissertation von C. Hornig (1993) |
Für unsere bäuerliche Darstellung benötigen wir selbstverständlich auch eine Sichel. Als Vorlage diente uns hier ein Fund aus Wolfenbüttel/ Exerzierplatz, der in das 8. Jahrhundert datiert wurde. Sowohl Messer, als auch Sichel wurden von Thomas dem "Schmiedeteufel" nach den Fundangaben geschmiedet. |
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Unsere Hakensichel |
Abb. 63, Ostfalen im 8. Jahrhundert, Wolf-Dieter Steinmetz |
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Haushaltsgeräte
In der frühgeschichtlichen Wurt Elisenhof wurden Holzreste gefunden, die als Aufhängevorrichtungen angesehen wurden. Zur Interpretation, wofür diese Holzteile gedient haben könnten, wurden alte schwedische Bauernhäuser und deren Einrichtung betrachtet. Höchst wahrscheinlich handelte es sich um von den Decken herabhängende Regale oder Gestelle. Angelehnt an diese Interpretation haben wir ein entsprechendes Regal für unser Sonnensegel gefertigt.
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| Unser Hängeregal unter dem Sonnensgel |
Abb. 108 Hängeregal aus Dalarna, Holzfunde Elisenhof (1985) |
Kugeltöpfe waren als Gebrauchs- und Kochgeschirr auch im 7. und 8. Jahrhundert weit verbreitet. Derartige Gefässe - bzw. Scherben davon - wurden unter anderem in Rullstorf gefunden. In Anlehnung an diese Funde wurden unsere Kochtöpfe von einer Töpferin aus Hannover angefertigt. Allerdings haben wir hier noch nicht ganz den "Ton" getroffen. Kochen kann man mit ihnen aber wunderbar. Nach einigen Versuchen hat sich Alsunna noch einen Deckel töpfern lassen.
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| Unsere Kochtöpfe |
Zeichnung eines rekonstruierten Gefässes aus dem Rullstorfer Scheiterhaufengrab 2058 (Tafel 15, 8 in der Dissertation von C. Hornig, 1993) |
Getreide wurde im Frühmittelalter unter anderem mit steinernen Getreidemühlen per Hand gemahlen. Diese hatten oft einen Durchmesser von ca. 50 bis 80 cm. Da wir mit diesem Gerät ja transportabel bleiben wollten, haben wir uns für ein kleineres Modell mit einem Durchmesser von 30 cm entschieden. Gefertigt wurde sie - selbstverständlich auch nach Fundlage aus sächischer Zeit- von Archäopedi.
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| Unsere Drehmühle |
Zeichnung Archäopedi, auch FAN Post 2008 Seite 12 |
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Webstuhl
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Eine der "Winterarbeiten" 2009/2010 war die Anfertigung dieses Gewichtswebstuhles. Der Webstuhl wurde speziell auf die Anforderungen von Alsunna und dem, was sie weben wollte, angepasst. "Pate" gestanden für unsere Herstellung hat die Webstuhlrekonstruktion von Karl Schlabow (Textilmuseum Neumünster) |
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Unser Zelt
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| Sachsenzelt aus Leinen |
Utrechter Psalter, Blatt 15R |
Das von uns verwendete Zelt ist im Utrechter Psalter belegt. Dieser ist jedoch erst im 9. Jahrhundert entstanden. Sachsen um 700 die auf Reisen waren haben sicherlich die Gastfreundschaft der auf dem Weg liegenden Dörfer oder Gehöfte in Anspruch genommen und demnach nicht in einem Zelt geschlafen.
Da die Konstruktion eines transportablen altsächsischen Langhauses bei uns noch andauert – erschwert wird dieses zusätzlich durch Ulrichs Vorhaben auch noch 4 Rinder darin aufzustallen – benutzen wir halt dieses „Big- Saxon- Gtelt“. Irgendwo muss man ja schlafen.
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Unser Banner
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| Überreichung des neuen Banners am 05.06.2010 |
Natürlich ist ein Banner für uns nicht authentisch. Aber bei einem Lager oder Markt mit Publikumsverkehr möchte man sich natürlich auch darstellen und zeigen wer man ist :-)
Nachdem unser bisheriges Banner in der Saison 2009 ein wenig gelitten, und überhaupt auch noch unser "altes" Ebersymbol gezeigt hatte, haben wir ein neues entworfen. Dieses wurde freundlicherweise von Ymme von der "Schlechten Saat" für uns gestickt. Vielen Dank liebe Ymme!
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