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Unser Tagebuch

Haringgahusen Mediaval

Zu Besuch im Hoch- und Spätmittelalter

Der Heimat- und Geschichtsverein Harriehausen e.V. hat für die Ausrichtung dieser Veranstaltung ein sehr großes Lob verdient. Der Veranstaltungsort war gut ausgeschildert, Parkplätze gut vorbereitet und für Speisen und Getränke war auch gesorgt. Man hatte auch keine Mühen gescheut ein 32- seitiges Programmheft zu erstellen, in dem unter anderem alle teilnehmenden Gruppen und Darsteller vorgestellt wurden.

Der Weg zu dem mittelalterlichen Teil, der räumlich von dem modernen Bereich getrennt war, führte zunächst an einem Infopavillon vorbei, in dem fachlich geschultes Personal Rede und Antwort geben konnte. Dieses auch zu hiesigen Themen wie z.B. der aktuellen Sammlung im Frauenstift Gandersheim oder auch zum Projekt „Römerschlacht am Harzhorn“, dass in diesem Jahr auf 10 Jahre erfolgreiche Arbeit zurückblicken kann.

Das „Harringgahusen Medival“ wurde von der Interessengemeinschaft der Sach- und Militärkultur des 13. Jahrhunderts (Weblink: www.ig-13tes.de) sowie deren Freunde „bespielt“. Es waren ausschließlich hochwertige Gruppen und Einzeldarsteller, die großen Wert auf historische Genauigkeit legen anwesend. Diese waren aus weiten Teilen Deutschland angereist um hier einen Einblick in das Leben der Menschen aus dem 12. - 14. Jahrhundert zu geben.

Es hat zwei Vorführungen gegeben. Die erste führte die Bekleidung der zivilen Personen vor Augen. Bei der zweiten wurde die Ausstattung des militärischen Teils der Bevölkerung präsentiert. Von bäuerlichen Darstellungen über den niederen Adel bis hin zum Hochadel war alles dabei. Und auch im militärischen Bereich war vom einfachen Bogenschützen bis hin zum königlichen Ritter ein breites Spektrum vertreten.

In den Lagern selbst konnte man Handwerk, Kunst und Alltag nachvollziehen. Es wurde gezeigt wie man Körbe aus Weidengeflecht herstellt, wie man Stoffe färbt und bedruckt, wie man schmiedet, wie Kettenhemden hergestellt, wie gejagt oder auch wie gespielt wurde. Zu sehen waren auch viele Displays zum Thema Tischkultur, Kopf- und Haartracht sowie zur Textilherstellung. Auch Bogenschiessen gehörte zum Angebot. Weiterhin gab es Informationen über die medizinische Versorgung des 12./13. Jh. Die damals üblichen Diagnose- und Heilmethoden wurden anhand der ausgestellten Realien erläutert.

Fazit: Eine kleine aber dafür sehr anspruchsvolle Veranstaltung, die uns von der ersten Minute an sehr gut gefallen hat. Bereits in der Ankündigung in den sozialen Netzwerken sowie auch im Programmheft hat der Veranstalter auf den hohen Anspruch und der Qualität dieser Veranstaltung hingewiesen. Von dieser Art der Wissensvermittlung, die ganz auf unserem Niveau lag, waren wir begeistert und haben den Besuch sehr genossen.

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