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Unser Tagebuch

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5. Gewandungswanderung

Selbst die Wege waren mittelalterlich

Das Wetter an diesem Sonntag war schon etwas besonderes. Es regnete ohne Unterlass. Dennoch haben sich alle Angemeldeten dazu entschieden trotzdem zu erscheinen und mitzuwandern. Knapp 100 Gewandete aus ganz Deutschland waren nach Wieckenberg gekommen um mitzuwandern. So mancher Schuh ist voll Wasser gelaufen. Aber Spaß hat es sicherlich allen gemacht.

Die Wanderung begann an der 1692 von Francesco Maria Capellini (1640- 1694) erbauten Stechinelli Kapelle in Wieckenberg. Das Gebäude sah von außen zwar eher wie ein Bauernhaus aus, überraschte im inneren jedoch durch einen festlich-barocken Stil, der sehr gut erhalten ist. Hier nutzten wir die Möglichkeit einer kostenlosen Besichtigung bei der uns Herr Thiemel von der Kirchengemeinde so einiges erzählt hat. Wer im Zeichen der Jakobsmuschel unterwegs war, konnte hier auch seinen Pilgerpass abstempeln.
Danach ging die Wanderung los und führte uns in südlicher Richtung zur historischen Waldschmiede. Hier wurde bis ins 16. Jahrhundert das dicht unter dem Rasen liegende Eisenerz verarbeitet. Heute noch sehr gut zu sehen waren die unbrauchbaren Schlacken, die mit Gras überwuchert in der parkähnlichen Anlage als Bodenwellen zu erkennen sind.
Nach einer Pause ging es durch Feld und Wald zurück in Richtung Wieckenberg, wo wir im Hofcafé Büchtmannshof zum Abschluss eingekehrt sind.
Die Strecke betrug etwa 8 km und war damit die längste der von uns durchgeführten Gewandungswanderungen. Der Schwierigkeitsgrad war hier jedoch der geringste, da wir in der Südheide keinerlei Steigungen vogefunden haben.

 

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